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Nürnberg Kultur
Kulturreferat der Stadt Nürnberg

Zeppelinfeld/-tribüne

Themen und Inhalte

Schäden an der Bausubstanz und Gesamtkosten für die bauliche Sicherung

Aktuelles: Nutzungs- und Vermittlungskonzept Schwerpunkt Zeppelintribüne/-feld

Erhalt des Zeppelinfeldes und der Zeppelintribüne

ErfahrungsRaum ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Presseinformationen

Chronologie zu Zeppelinfeld und Zeppelintribüne

Symposium am 17. und 18. Oktober 2015

Leitgedanken

Ansprechpartner/in

Schäden an der Bausubstanz und Gesamtkosten für die bauliche Sicherung

Schäden an der Bausubstanz und bauliche Sicherung Ziel ist es, die in den Leitlinien geforderte bauliche Sicherung der NS-Relikte des Nationalsozialismus zu realisieren. Die Stadt will weder einen Verfall hinnehmen noch strebt sie eine Rekonstruktion an. Vielmehr soll der Status quo gesichert werden und das Gelände wieder für die pädagogisch-didaktische Vermittlung „lesbar“ gemacht werden.

Im April 2015 begann die Stadt Nürnberg an ausgewählten Musterflächen mit der Erprobung verschiedener baulicher Varianten. Als Musterflächen wurden der Turm 8 mit der angrenzenden Wallanlage auf dem Zeppelinfeld und ein Teilstück am Ostende der Zeppelintribüne ausgewählt. Diese Maßnahme diente der Ermittlung der genauen Schadensursachen und dem Finden von praxistauglichen Lösungen, um den weiteren Verfall aufzuhalten; aber vor allem dienten die Arbeiten als Grundlage für die Berechnung der Gesamtkosten für die bauliche Sicherung von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld.

Im Oktober 2016 konnte die Stadt Nürnberg die berechnete Gesamtsumme bekanntgeben. Insgesamt müssen in einem Zeitraum von zwölf Jahren 73 Millionen Euro aufgewandt werden, um das Bauensemble Zeppelinfeld mit Tribüne trittsicher zu erhalten und für eine vertiefte Bildungsarbeit am historischen Ort auszustatten. Dabei entfallen rund 60 Prozent der Kosten auf die Zeppelintribüne und 40 Prozent auf das Zeppelinfeld. Natürliche Kostensteigerungen in einem so langen Bauzeitraum sind in der Gesamtsumme bereits enthalten.

Die Broschüre zum Projekt als PDF Datei

Projektseite Hochbauamt der Stadt Nürnberg

Pressemitteilung: 73 Millionen Euro für Zeppelintribüne und Zeppelinfeld

Erhalt des Zeppelinfeldes und der Zeppelintribüne

Auf dem elf Quadratmeter großen, von Architekt Albert Speer im Auftrag Hitlers geplanten ehemaligen Reichsparteitagsgelände stehen die größten baulichen Hinterlassenschaften der NS-Staats- und Parteiarchitektur. Zeppelintribüne und Zeppelinfeld sind die einzigen Bauten des Geländes, die fertiggestellt, für die einwöchige Propagandainszenierungen der Nationalsozialisten tatsächlich benutzt worden und heute noch erhalten sind. Der Umgang mit ihnen zählt zu den verantwortungsvollsten Aufgaben der Stadt Nürnberg. Das Kulturreferat und seine verschiedenen Dienststellen sind hierfür Impulsgeber, Diskussions- und Ansprechpartner. Jährlich besuchen rund 200 000 Menschen aus dem In- und Ausland das Gelände mittels einer Führung oder mit Hilfe des 2006 installierten Geländeinformationssystems.

Seit Jahren werden Schäden an der Zeppelintribüne und der Wallanlagen trotz des kontinuierlichen Bauunterhalts deutlich. Regen und Frost haben den 1935/37 entstandenen Bauten immer stärker zugesetzt, so dass aus Sicherheitsgründen große Teile nun mit einem Zaun abgesperrt werden mussten.

Aus diesem Grund hat sich die Stadt Nürnberg entschlossen, den 2004 verabschiedeten Leitlinien folgend die bauliche Sicherung der Anlagen und deren Erschließung als ErfahrungsRaum für eine zukunftsgerichtete geschichtskulturelle Auseinandersetzung mit dem historischen Ort anzugehen. Ziel ist es, die seit 1973 unter Denkmalschutz stehenden Bauten im heutigen Zustand auch für den Umgang durch nachkommende Generationen zu erhalten. Es handelt sich hierbei um eine nationale Aufgabe, bei deren Finanzierung auch Bund und Land besonders gefordert sein werden. Ein erstes Bekenntnis ist bereits im Koalitionsvertrag vom 16. Dezember 2013 verankert:

„Angesichts der enormen Wissensdefizite bei Jugendlichen über die beiden deutschen Diktaturen im 20. Jahrhundert gilt es, wirksame Mittel für eine bessere Wissensvermittlung   wie die schulische und außerschulische politische Bildung zu nutzen. Authentischen Orten, wie beispielsweise dem ehemaligen ‚Reichsparteitagsgelände‘ in Nürnberg, kommt eine wesentliche Funktion für die Geschichtskultur in Deutschland zu, die gemeinsam mit dem jeweiligen Land erhalten und genutzt werden soll.“

Bauliche Sicherung des Historischen Orts Reichsparteitagsgelände
© Stadt Nürnberg

Das Kulturreferat führt regelmäßig Veranstaltungen durch. Ausführliche Informationen über die vielfältige Nutzung des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes nach 1945 bot vom 16. Oktober 2015 bis zum 13. März 2016 die Ausstellung „Das Reichsparteitagsgelände seit 1945 – Dokumentation. Perspektiven. Diskussion.“. Am 17. und 18. Oktober 2015 beschäftigten sich international anerkannte Fachleute aus den Disziplinen Architektur/Denkmalpflege, Pädagogik, Kunst und Geschichtswissenschaft auf dem Symposium „Erhalten. Wozu? Perspektiven für Zeppelintribüne/-feld und das ehemalige Reichsparteitagsgelände“ mit dem angemessenen Umgang mit den NS-Bauwerken im 21. Jahrhundert.

Am 6. Juli 2016 brachte das Kulturreferat das "Nutzungs- und Vermittlungskonzept mit Schwerpunkt Zeppelintribüne/-feld als Bestandteil der Gesamtkostenberechnung einer baulichen Sicherung" in den Stadtrat ein. Die bauliche Sicherung von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld geht einher mit einer Erweiterung des pädagogischen Programms am ehemaligen Reichsparteitagsgelände sowie einer Vertiefung der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Hinterlassenschaften der NS-Zeit.

Presseinformationen

Stadtratsvorlage "Nutzungs- und Vermittlungskonzept" vom 6. Juli 2016

Nutzungs- und Vermittlungskonzept für den historischen Ort Reichsparteitagsgelände

Fachsymposium zum „Lernort Zeppelintribüne/-feld“ und aktueller Stand

Beginn der Arbeiten an den Musterflächen Zeppelintribüne und Zeppelinfeld

Berichte in den Medien

Doku-Zentrum: Goldener Saal wird Ausstellungsraum (nordbayern.de, 26.06.2016)

Lernort der Geschichte: Neues Konzept für das ehemalige Reichsparteitagsgelände (frankenfernsehen.tv, 29.06.2016)

Chronologie zu Zeppelinfeld und Zeppelintribüne
1909 Am 27. August landet Graf Zeppelin mit seinem gleichnamigen Luftschiff auf der freien Wiese am Großen Dutzendteich. Seither trägt diese Fläche den Namen "Zeppelinfeld".
Am 27. August landet Graf Zeppelin mit seinem gleichnamigen Luftschiff auf der freien Wiese am Großen Dutzendteich
Foto: Stadtarchiv Nürnberg
1923 Im Mai beginnt das Nürnberger Stadtgartenamt mit den Planungen für den Um- und Ausbau des Zeppelinfeldes zu einer Sport- und Freizeitstätte. Im November genehmigt der Stadtrat Nürnberg die Pläne und die Bauarbeiten zum "Volkspark Dutzendteich" beginnen, in deren Zuge auch das am 10. Juni 1928 eröffnete Städtische Stadion (heute Grundig Stadion) entsteht.
1929 Auf dem Zeppelinfeld ist eine mit meterhohen Erdwällen umfasste Turnwiese entstanden, die während des 2. Deutschen Arbeiter-Turn- und Sportfestes benutzt wird.
1933/34 Das Zeppelinfeld dient als Aufmarschfläche für die Nationalsozialisten während ihrer Reichsparteitage. Errichtet werden provisorische Holztribünen für die Zuschauer. Als wichtigste Propagandaveranstaltung im NS-Staat finden die Reichsparteitage einmal im Jahr für wenige Tage statt. Sie dienen der Selbstinszenierung Hitlers und seines Regimes und sollen durch Architektur und Massenaufmärsche die anwesenden Besucher für den Nationalsozialismus einnehmen.
1935/37 Nach Plänen von Albert Speer entstehen auf der früheren Turnwiese die 370 Meter lange und 20 Meter hohe Zeppelintribüne sowie Zuschauerwälle mit 34 Türmen aus Stein. Zahlreiche Aufmärsche und Veranstaltungen der Reichsparteitage werden auf dem Zeppelinfeld abgehalten. Vor allem durch zeitgenössische Propagandafilme und -fotos erlangen Zeppelintribüne und Zeppelinfeld eine bis heute anhaltende hohe Bekanntheit im In- und Ausland.
Aufmarsch bei den Reichsparteitagen
Foto: Stadtarchiv Nürnberg
1936 Erstmals wird während eines nächtlichen Aufmarsches ein "Lichtdom" aus um das Zeppelinfeld gruppierten, in den Himmel strahlenden Großscheinwerfern gebildet.
Lichtdom
Foto: Stadtarchiv Nürnberg
1938 Letztmalige Nutzung der Tribüne durch die Nationalsozialisten beim "Reichsparteitag Großdeutschland". 1939 bis 1945 finden wegen des Zweiten Weltkrieges keine Parteitage der NSDAP mehr statt.
1945 Siegesparade der US-Army auf dem Zeppelinfeld am 22. April. Sprengung des Hakenkreuzes über der Haupttribüne. Nutzung des Feldes für Sport von Armeeangehörigen bis 1995.
1967 Sprengung der Pfeilerreihen auf der Zeppelintribüne, später Abtragung der beiden Seitenteile.
Sprengung der Pfeilerreihen auf der Zeppelintribüne
Foto: Stadtarchiv Nürnberg
1973 Denkmalschutz für das Gesamtensemble als "Kolossalstil des Dritten Reiches".
1983 Restaurierung des Innenraums der Zeppelintribüne ("Goldener Saal") für Ausstellungszwecke.
1985 Ausstellung "Faszination und Gewalt" in den Sommermonaten im "Goldenen Saal" (bis 2001).
Ausstellung "Faszination und Gewalt" in den Sommermonaten im "Goldenen Saal" (bis 2001).
Foto: Stadtarchiv Nürnberg
1995 Rückgabe des Zeppelinfeldes durch die US-Army an die Stadt Nürnberg und Weiternutzung als Sportfläche.
seit 2001 Ende der Ausstellungsfunktion im „Goldenen Saal“ der Zeppelintribüne durch die Eröffnung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in der früheren Kongresshalle. Das Inneren der Zeppelintribüne ist derzeit nur mittels Führungen zu besichtigen. Bauliche Mängel nehmen rapide zu, weswegen verschiedene Absperrungen an der Zeppelintribüne aus Sicherheitsgründen notwendig sind.
2004 Am 19. Mai beschließt der Stadtrat Nürnberg Leitlinien zum Erhalt der Bauten auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände für künftige Generationen.
Das ehemalige Reichsparteitagsgelände aus der Luft
Foto: Stadtarchiv Nürnberg
2008 Freiräumung der Treppenhäuser der Zeppelintribüne vom Schutt der Pfeilersprengung im Jahr 1967 durch das Hochbauamt der Stadt Nürnberg.
2013 Die Stadt Nürnberg begann unter Federführung des Kultur- und Baureferates mit systematischen Untersuchungsmaßnahmen zum baulichen Erhalt und zur Sicherung der Zeppelintribüne und des Zeppelinfeldes. Seit April 2015 wurden verschiedene Instandsetzungsvarianten an zwei ausgewählten Musterflächen erprobt.
2016 Die Ergebnisse der Untersuchungen liegen als Grundlage für die Berechnung der Gesamtkosten durch das Hochbauamt der Stadt Nürnberg zur baulichen Sicherung von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld sowie für die künftige Vertiefung der dortigen Bildungsarbeit vor. In einem Zeitraum von zwölf Jahren müssen insgesamt 73 Millionen Euro aufgewandt werden. Die Kostensteigerungen für ein so lange laufendes Bauprojekt sind hier bereits mit eingerechnet. Rund 60 Prozent der Aufwendungen werden für die Zeppelintribüne veranschlagt, rund 40 Prozent für das Zeppelinfeld.

Symposium „Erhalten! Wozu? Perspektiven für Zeppelintribüne/-feld und das ehemalige Reichsparteitagsgelände“ am 17. und 18. Oktober 2015

Seit langem setzt sich die Stadt Nürnberg kritisch mit der eigenen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus und der baulichen Hinterlassenschaften auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände auseinander. Dabei ist deren Erhalt und die Begehbarkeit des historischen Ortes Voraussetzung für die unterschiedlichsten Zugänge im Umgang. Der sich stetig verschlechternde Bauzustand besonders an der Zeppelintribüne und den Wallanlagen auf dem Zeppelinfeld gefährdet die aktive Auseinandersetzung. Daher hat sich die Stadt Nürnberg dazu entschlossen, diese Hinterlassenschaften baulich zu sichern.

Wozu aber sollen sie künftigen Generationen bewahrt werden und wie kann eine plurale und zukunftsgerichtete Auseinandersetzung mit diesen Bauten aussehen? Das sind Fragen, die nicht nur in Nürnberg diskutiert werden, sondern auch weit darüber hinaus.

Die Stadt Nürnberg lud daher am 17. und 18. Oktober 2015 zu einem öffentlichen Symposium ins Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände ein. International anerkannte Expertinnen und Experten diskutierten zwei Tage lang aus verschiedenen Blickwinkeln über den künftigen Umgang mit Zeppelintribüne, Zeppelinfeld und den anderen Bauten auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Gruppenfoto der Diskussionsteilnehmer
Foto: Kulturreferat der Stadt Nürnberg/Ulrike Manestar

 

Hintere Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Paul Zalewski, Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Prof. Dr. Ulrich Herbert, Prof. Dr. Kurt Messmer, Jörg Heiser, Heinz Peter Schwerfel. Vordere Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Michael Verhoeven, Dr. Ulrike Jureit, Prof. Dr. Birthe Kundrus, Gerhard W. Steindorf, Prof. Dr. Stefanie Endlich, Prof. Dr. Neil Gregor, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner, Prof. Dr. Christian Kuchler, Generalkonservator Mathias Pfeil, Prof. Dr. Winfried Nerdinger, Prof. Dr. Volkhard Knigge.

Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Kurt Messmer, Prof. Dr. Christian Kuchler, Moderator Alexander Jungkunz, Dr. Ulrike Jureit, Prof. Dr. Volkhard Knigge
Foto: Kulturreferat der Stadt Nürnberg/Ulrike Manestar

 

Das Symposiumsthema wurde aus architektonisch-denkmalpflegerischer, pädagogischer, künstlerischer sowie historisch-geschichtskultureller Perspektive beleuchtet und diskutiert. Hier tauschen sich über moderne pädagogische Methoden an außerschulischen Lernorten von links nach rechts aus: Prof. Dr. Kurt Messmer, Prof. Dr. Christian Kuchler, Moderator Alexander Jungkunz, Dr. Ulrike Jureit, Prof. Dr. Volkhard Knigge.

Alle Beiträge des Symposiums können demnächst auch im dazugehörigen Tagungsband nachgelesen werden. Dessen Veröffentlichung in den „Schriften des Kulturreferates der Stadt Nürnberg“ ist für 2016 geplant.

Besucherinnen und Besucher beim Symposium
Foto: Kulturreferat der Stadt Nürnberg/Ulrike Manestar

 

Die vier Diskussionsrunden stießen auf reges Interesse der Besucherinnen und Besucher – ebenso wie die parallel eröffnete Sonderausstellung "Das Gelände – Dokumentation. Perspektiven. Diskussion" (19. Oktober 2015 bis 13. März 2016), die sich dem Umgang mit den Bauten auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in der Zeit von 1945 bis heute bietet widmet.

Leitgedanken zum künftigen Umgang der Stadt Nürnberg mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

Am 19. Mai 2004 hat der Stadtrat die Leitlinien zum künftigen Umgang der Stadt Nürnberg mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände beschlossen. Ziel ist es, die Bauten in ihrem heutigen Aussehen zu bewahren und ihre geschichtspädagogische Vermittlung als ErfahrungsRaum und Lernort zu verbessern. Weder Verfall noch Rekonstruktion sind angestrebt. Die Stadt möchte damit auch künftigen Generationen die Chance geben, ihren eigenen Weg des Umgangs zu finden.

Die Leitlinien als PDF Datei

ErfahrungsRaum ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Seit der Eröffnung im Jahr 2001 befasst sich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in seiner Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Reichsparteitage, die als gewaltige Massenveranstaltungen von der NS-Propaganda zur Inszenierung Hitlers und der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" genutzt wurden. Rund 250 000 Menschen besuchen jährlich das Museum. Von hier aus starten regelmäßig Führungen über das Gelände.

2006 etablierte das Kulturreferat – gefördert durch das Kunst- und Kulturprogramm der Bundesregierung zur FIFA WM 2006™, den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Kulturfonds Bayern und die Stadt Nürnberg – erstmals ein umfassendes Geländeinformationssystem, das die individuelle Erfahrbarkeit des Geländes vereinfachte.

Im Zuge der baulichen Sicherungsmaßnahmen soll nun die pädagogisch-didaktische Vermittlungsarbeit vor Ort intensiviert werden. Erste Konzeptpapiere der Arbeitsgruppe ehemaliges Reichsparteitagsgelände liegen bereits vor.

Am 8. Juli 2015 nahm der Nürnberger Stadtrat das vom Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände erarbeitete Positionspapier zum ErfahrungsRaum Reichsparteitagsgelände Nürnberg als "Diskussionsgrundlage für die geschichtskulturelle Auseinandersetzung aus der Vermittlungsperspektive" einstimmig an. Neue Elemente sollen das bestehende Geländeinformationssystem erweitern und die intuitive Erfahrbarkeit des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes erhöhen. Sie ergänzen die im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände gewährleistete kognitive Auseinandersetzung mit dem Gelände im Speziellen und der NS-Zeit im Allgemeinen. Mit der "Diskussionsgrundlage" soll eine Grundlage für weitere Überlegungen zu einer zukunftsgerichteten Bildungs- und Vermittlungsarbeit gelegt werden.

"Diskussionsgrundlage" als PDF Dokument herunterladen

Themenseite des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände

Ansprechpartner/in

Stadt Nürnberg / Kulturreferat
Hauptmarkt 18,  90403 Nürnberg
Fax: 0911 / 231-4757
E-Mail senden

Herr Dr. Braun
Tel.: 0911 / 231-10667

Frau Fries
Tel.: 0911 / 231-2369