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Nürnberg Kultur
Kulturreferat der Stadt Nürnberg

Aktuelle Preisträger

Die Stadt Nürnberg vergibt auch in diesem Jahr Preise für herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft auf der Grundlage der Kunst- und Wissenschaftspreissatzung.

Der Nürnberger Stadtrat hat am 06. Juli 2016 die vom Kulturausschuss vorgeschlagene Vergabe der diesjährigen Preise für Kunst und Wissenschaft der Stadt Nürnberg beschlossen. Der Stadtrat folgte damit den Vorschlägen des Beratergremiums für kulturelle Fragen.

Den Großen Preis der Stadt Nürnberg (dotiert mit 10.000 Euro) erhält der bildende Künstler Prof. Peter Angermann. Mit je einem „Förderungspreis“ für Kunst und Wissenschaft 2016 (Dotierung mit je 5.000 Euro) werden der Zeichner und Karikaturist Gerd Bauer und der Verein „Fotoszene e. V“. ausgezeichnet.

Je ein mit 2.500 Euro dotiertes „Nürnberg-Stipendium“ erhält die Band „A Tale of Golden Keys“, die bildenden Künstler Franz Janetzko und Sebastian Tröger und die Autoren- und Theatergruppe „Poetisches Theater des Projekts Muse(en)-Lesungen“.

Gewürdigt werden die Preisträger für die herausragenden Akzente, die sie im Kulturleben der Stadt Nürnberg und über dieses hinaus setzen.

2016

Prof. Peter Angermann

Der Maler Peter Angermann, geboren 1945 in Rehau, ist erfolgreiches Mitglied des etablierten Kunstbetriebs. Aber gerade dieser Kunstbetrieb ist es, der den Künstler immer wieder umtreibt, ihn zum Widerspruch reizt, dem er den Spiegel vorhält, an dem er sich inhaltlich und stilistisch reibt und dann ad absurdum führt. Angermann studierte von 1968 bis 1972 bei Joseph Beuys in Düsseldorf und rieb sich schon als Student an den Beuys’schen Thesen. Angermann entwickelte eine hohe Affinität zu Pleinair-Malerei und eine ureigene farbkräftige Bildsprache, in der regelmäßig Ironie und Witz aufblitzen. Dabei ist er bis heute frisch, jung und unangepasst in seiner Wirkung und Haltung geblieben. Legendär war die Gruppenausstellung „Freunde und Verwandte“ in der Kunsthalle 1992, zu der er Kolleginnen und Kollegen wie Toni Burghart, Kevin Coyne, Dan Reeder und Harri Schemm einlud. Von 2002 bis 2010 war er Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seine Arbeiten, die in Ausstellungen zwischen Amsterdam, Mailand und Seoul gezeigt werden, finden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen.

www.polka.de

Gerd Bauer

Nach seinem Grafik-Design-Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg trat Gerd Bauer, 1957 in Bamberg geboren, zunächst als sehr politischer Zeichner an. Ab 1982 arbeitete Bauer für das Stadtmagazin Plärrer, veröffentlichte fünf Cartoonbände im Eichborn-Verlag, schuf Bühnenbilder und entdeckte die fränkische Lebenswelt als Hauptmotiv. Über die Jahre avancierte Bauer, der unter anderem auch für die inzwischen eingestellte Abendzeitung wöchentlich zeichnete, zu den zentralen Figuren der regionalen Karikaturistenszene. Bauers Cartoons leben von der Lust am überzeichneten Detail und von der Kunst der boshaften Pointe. Damit avancierte er 2012 mit seiner Projektion an der Kaiserburg bei der Blauen Nacht auch zum Publikumsliebling.

Gerd Bauer auf Wikipedia

Fotoszene e. V.

Der Verein „fotoszene nürnberg e.V. – forum freier fotografen“ ist ein Zusammenschluss von Berufsfotografinnen und -fotografen, deren Ziel es ist, die Wahrnehmung der Fotografie in der Öffentlichkeit zu fördern und zu stärken. Die Belebung der kulturellen Szene mit nachhaltiger Fotografie, die Förderung von Nachwuchsfotografen und der überregionale Austausch ist das Anliegen des gemeinnützigen Vereins. Seit 2010 ist die „fotoszene nürnberg“, zu deren Mitgliedern etwa Jutta Missbach, Christian Höhn und Bernd Telle gehören, aktiv. Bereits seit 2001 findet jedes Jahr eine große Ausstellung statt. Dabei wurde in der Regel auf stadthistorisch faszinierende und außergewöhnliche Ausstellungsorte wie ein Hochbunker, eine ausrangierte MAN-Halle, das Quelle-Versandhaus und die ehemalige Kongresshalle gesetzt, so dass die Besucher nicht nur durch das große Spektrum der fotografischen Arbeiten, sondern auch durch die Ausstellungslocation angezogen wurden.

www.fotoszene-nuernberg.de

A Tale of Golden Keys

Die Popsongs der Nürnberg-Würzburger Band „A Tale of Golden Keys", bestehend aus dem Sänger Hannes Neunhoeffer, Bassist Florian Dziajlo und Schlagzeuger Jonas Hauselt, blühen gerade auf Livebühnen auf wie nie zuvor und entfalten dabei eine Tiefe, die man vielerorts bei jungen Popbands vergeblich suchen muss. Sie erzählen Geschichten, „fein verpackt in Gitarren-Pop mit Indie-Abrieb“(Bayerischer Rundfunk). Dabei hat das Trio nach über 150 Liveauftritten – u.a. bei Rock im Park, Waves Vienna und Burning Eagle Festival – nichts von ihrer mitreißenden melancholischen Leichtigkeit eingebüßt, die ohne teure Produktionstechnik und Spezialeffekte bestehen kann.

www.ataleofgoldenkeys.com

Franz Janetzko

Franz U. Janetzko, 1951 in Erfurt geboren,  ist nach einem Studium der Sozialpädagogik und einem Aufenthalt in den USA seit 1981 in der Region als Macher, Künstler und Partner präsent, inzwischen auch als Mitglied des „Borgo Ensemble für Kunst und Freundschaft“. Die Werkstatt in Fürth ist Produktionsstätte und Experimentierfeld für seine Beton-, Stein- und Holzobjekte. Von hier aus ziehen seine Skulpturen u. a. nach Krakau, Hamburg, oder Nürnberg, wo die Arbeiten in unterschiedlichen Zusammenhängen ihren Platz einnehmen. Er scheut es nie, seine Expertise und helfende Hand auch Künstlerfreunden zu reichen; seine Werkstatt ist Knotenpunkt und künstlerischer Tummelplatz nicht nur zum jährlichen Gastspiel des Fürther „Kulturring C“.

Franz Janetzko auf der Seite des Borgo Ensembles

Poetisches Theater des Projekts Muse[en]-Lesungen

Der Nürnberger Autor und Gitarrist Michael Lösel gründete 2010 das Projekt „Mus[e]en-Lesung“. Die Inszenierungen, anfangs szenische Lesungen, inzwischen das „Poetische Theater“, sind mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Programmkalenders der Museen der Stadt Nürnberg geworden. Die Projektgruppe um Michael Lösel (derzeit: Holger Trautmann, Susanne Rudloff, Vincent E. Noel, Günter Körner, Bettina v. Minnigerode) schreibt die Stücke, thematisch und poetisch auf den jeweiligen Musentempel Bezug nehmend, und spielt sie auch selbst (Regie: Lisa Trautmann). Dabei beleuchtet ihr „Poetisches Theater“, das die Sprache in seiner metaphorischen Tiefe nutzt, die Dinge in neuem Licht.

www.poetischestheater.de/mus[e]enlesungen.html

Sebastian Tröger

Sebastian Tröger, 1986 in Erlangen geboren, ist einer der vielversprechendsten Nachwuchskünstler Nürnbergs mit einer explizit diskursiven, internationalen Ausrichtung und Interessenslage. Er setzt sich in seiner Arbeit höchstironisch mit dem System Kunst sowie mit dem eigenen Selbstverständnis als Künstler auseinander.  Mit seiner ureigenen kompositorischen Prägnanz konfrontiert er die Kunstgeschichte mit der „Jetztzeit". Er formuliert malerisch furchtlos seinen Beitrag zur zeitgenössischen Malerei. Seit 2014 ist Tröger Lehrbeaufragter für Medienkunst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, wo er bei Michael Munding und Jürgen Teller studiert hat.

www.sebastian-troeger.de

Info und Kontakt:

Kulturreferat der Stadt Nürnberg
Projektbüro
Hauptmarkt 18
90403 Nürnberg

Telefon 0911 / 231-2000
Fax 0911 / 231-2001
E-Mail

Archiv: Frühere Preisträger

Die Stadt Nürnberg verleiht alle zwei Jahre den Preis der Stadt Nürnberg in Anerkennung eines bedeutsamen Schaffens in den Bereichen Kunst und Wissenschaft. Jährlich vergibt die Stadt Nürnberg in Anerkennung förderungswürdiger Leistungen zwei Förderungspreise und zwei Nürnberg-Stipendien.

Preis der Stadt

Förderungspreis der Stadt Nürnberg

Nürnberg Stipendium