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Nürnberg Kultur
Kulturreferat der Stadt Nürnberg

Zeppelinfeld/-tribüne

Konzeptionelle Überlegungen

Themen und Inhalte

Besucherbefragung und -beobachtung auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

ErfahrungsRaum ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Symposium am 17. und 18. Oktober 2015

Leitgedanken

Besucherbefragung und -beobachtung auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

Die erste Befragung und Beobachtung von Besucherinnen und Besuchern auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, die nicht an geführten Rundgängen teilnahmen, lieferte teilweise überraschende Ergebnisse. Durchgeführt wurde die wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag des Kulturreferats durch den Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Frau Professor Dr. Charlotte Bühl-Gramer.

Die Motive der befragten Besucherinnen und Besucher für ihr Kommen, die internationale Herkunft und die Erwartungen an die künftige Entwicklung des Geländes liegen nun erstmals auf empirischer Grundlage vor. Anhand dieser Erkenntnisse kann das Kulturreferat weitere konkrete Schritte für die künftige Nutzung und Vermittlung am historischen Ort Reichsparteitagsgelände entwickeln.

Die Veröffentlichung des ausführlichen Forschungsberichts in den „Schriften des Kulturreferats der Stadt Nürnberg“ befindet sich in Vorbereitung. Ein Vorabbericht und die Pressemitteilung der Stadt Nürnberg zu den Ergebnissen sind unter nachstehenden Links verfügbar:

Vorabbericht zu den Ergebnissen der Befragung

Pressemitteilung: Besucherbefragung auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

ErfahrungsRaum ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Seit der Eröffnung im Jahr 2001 befasst sich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in seiner Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Reichsparteitage, die als gewaltige Massenveranstaltungen von der NS-Propaganda zur Inszenierung Hitlers und der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" genutzt wurden. Rund 250 000 Menschen besuchen jährlich das Museum. Von hier aus starten regelmäßig Führungen über das Gelände.

2006 etablierte das Kulturreferat – gefördert durch das Kunst- und Kulturprogramm der Bundesregierung zur FIFA WM 2006™, den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Kulturfonds Bayern und die Stadt Nürnberg – erstmals ein umfassendes Geländeinformationssystem, das die individuelle Erfahrbarkeit des Geländes vereinfachte.

Im Zuge der baulichen Sicherungsmaßnahmen soll nun die pädagogisch-didaktische Vermittlungsarbeit vor Ort intensiviert werden. Erste Konzeptpapiere der Arbeitsgruppe ehemaliges Reichsparteitagsgelände liegen bereits vor.

Am 8. Juli 2015 nahm der Nürnberger Stadtrat das vom Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände erarbeitete Positionspapier zum ErfahrungsRaum Reichsparteitagsgelände Nürnberg als "Diskussionsgrundlage für die geschichtskulturelle Auseinandersetzung aus der Vermittlungsperspektive" einstimmig an. Neue Elemente sollen das bestehende Geländeinformationssystem erweitern und die intuitive Erfahrbarkeit des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes erhöhen. Sie ergänzen die im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände gewährleistete kognitive Auseinandersetzung mit dem Gelände im Speziellen und der NS-Zeit im Allgemeinen. Mit der "Diskussionsgrundlage" soll eine Grundlage für weitere Überlegungen zu einer zukunftsgerichteten Bildungs- und Vermittlungsarbeit gelegt werden.

"Diskussionsgrundlage" als PDF Dokument herunterladen

Themenseite des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände

Symposium „Erhalten! Wozu? Perspektiven für Zeppelintribüne/-feld und das ehemalige Reichsparteitagsgelände“ am 17. und 18. Oktober 2015

Seit langem setzt sich die Stadt Nürnberg kritisch mit der eigenen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus und der baulichen Hinterlassenschaften auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände auseinander. Dabei ist deren Erhalt und die Begehbarkeit des historischen Ortes Voraussetzung für die unterschiedlichsten Zugänge im Umgang. Der sich stetig verschlechternde Bauzustand besonders an der Zeppelintribüne und den Wallanlagen auf dem Zeppelinfeld gefährdet die aktive Auseinandersetzung. Daher hat sich die Stadt Nürnberg dazu entschlossen, diese Hinterlassenschaften baulich zu sichern.

Wozu aber sollen sie künftigen Generationen bewahrt werden und wie kann eine plurale und zukunftsgerichtete Auseinandersetzung mit diesen Bauten aussehen? Das sind Fragen, die nicht nur in Nürnberg diskutiert werden, sondern auch weit darüber hinaus.

Die Stadt Nürnberg lud daher am 17. und 18. Oktober 2015 zu einem öffentlichen Symposium ins Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände ein. International anerkannte Expertinnen und Experten diskutierten zwei Tage lang aus verschiedenen Blickwinkeln über den künftigen Umgang mit Zeppelintribüne, Zeppelinfeld und den anderen Bauten auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Gruppenfoto der Diskussionsteilnehmer
Foto: Kulturreferat der Stadt Nürnberg/Ulrike Manestar

 

Hintere Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Paul Zalewski, Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Prof. Dr. Ulrich Herbert, Prof. Dr. Kurt Messmer, Jörg Heiser, Heinz Peter Schwerfel. Vordere Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Michael Verhoeven, Dr. Ulrike Jureit, Prof. Dr. Birthe Kundrus, Gerhard W. Steindorf, Prof. Dr. Stefanie Endlich, Prof. Dr. Neil Gregor, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner, Prof. Dr. Christian Kuchler, Generalkonservator Mathias Pfeil, Prof. Dr. Winfried Nerdinger, Prof. Dr. Volkhard Knigge.

Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Kurt Messmer, Prof. Dr. Christian Kuchler, Moderator Alexander Jungkunz, Dr. Ulrike Jureit, Prof. Dr. Volkhard Knigge
Foto: Kulturreferat der Stadt Nürnberg/Ulrike Manestar

 

Das Symposiumsthema wurde aus architektonisch-denkmalpflegerischer, pädagogischer, künstlerischer sowie historisch-geschichtskultureller Perspektive beleuchtet und diskutiert. Hier tauschen sich über moderne pädagogische Methoden an außerschulischen Lernorten von links nach rechts aus: Prof. Dr. Kurt Messmer, Prof. Dr. Christian Kuchler, Moderator Alexander Jungkunz, Dr. Ulrike Jureit, Prof. Dr. Volkhard Knigge.

Alle Beiträge des Symposiums können auch im zweiten Tagungsband der "Schriften des Kulturreferats der Stadt Nürnberg" nachgelesen werden.

Nähere Informationen zum Tagungsband "Erhalten! Wozu?"

Besucherinnen und Besucher beim Symposium
Foto: Kulturreferat der Stadt Nürnberg/Ulrike Manestar


Leitgedanken zum künftigen Umgang der Stadt Nürnberg mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

Am 19. Mai 2004 hat der Stadtrat die Leitlinien zum künftigen Umgang der Stadt Nürnberg mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände beschlossen. Ziel ist es, die Bauten in ihrem heutigen Aussehen zu bewahren und ihre geschichtspädagogische Vermittlung als ErfahrungsRaum und Lernort zu verbessern. Weder Verfall noch Rekonstruktion sind angestrebt. Die Stadt möchte damit auch künftigen Generationen die Chance geben, ihren eigenen Weg des Umgangs zu finden.

Die Leitlinien als PDF Datei

Weitere Informationen zum Zeppelinfeld/-tribüne

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