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Nürnberg Kultur
Kulturreferat der Stadt Nürnberg

Zeppelinfeld/-tribüne

Nationales Erbe

Nürnberg ist ein wichtiger Ort der internationalen Zeitgeschichte. Jedes Jahr kommen mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher aus aller Welt in die Stadt, um sich an den historischen Stätten über deren Geschichte informieren zu lassen. Dass es sich bei den Bauten auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände um bedeutende Zeugnisse deutscher Geschichte handelt, unterstrich die Bundesregierung im Jahr 2013 in ihrem Koalitionsvertrag:

"Angesichts der enormen Wissensdefizite bei Jugendlichen über die beiden deutschen Diktaturen im 20. Jahrhundert gilt es, wirksame Mittel für eine bessere Wissensvermittlung wie die schulische und außerschulische politische Bildung zu nutzen. Authentischen Orten, wie beispielsweise dem ehemaligen 'Reichsparteitagsgelände' in Nürnberg, kommt eine wesentliche Funktion für die Geschichtskultur in Deutschland zu, die gemeinsam mit dem jeweiligen Land erhalten und genutzt werden soll."

Abbildung links: V.l.n.r.: Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold, 2. Bürgermeister Christian Vogel, Kulturreferentin Professorin Dr. Julia Lehner, Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks. Bild: Thorsten Schmidt
Abbildung rechts: Förderurkunde für den Ausbau des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände als „Nationales Projekt des Städtebaus".

Deutschlandweite Anerkennung finden die Anstrengungen zur Vermittlung historischer Zusammenhänge und die Aufklärung über die nationalsozialistischen Reichsparteitage und die dafür errichteten Herrschaftsbauten durch die Auszeichnung des Ausbaus des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände als „Premiumprojekt“ im Rahmen des Förderprogrammes „Nationale Projekte des Städtebaus“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Am 28. Juni 2017 übergaben Frau Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks und Herr Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold in Berlin die Förderurkunde an Herrn 2. Bürgermeister Christian Vogel und Frau Kulturreferentin Professorin Dr. Julia Lehner. Damit übernimmt der Bund 7,0 Millionen Euro an den Gesamtkosten von 15,3 Millionen Euro des Ausbauvorhabens. Die Erweiterung von Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Serviceflächen ist notwendig geworden, nachdem die 2001 prognostizierte maximale Besucherzahl von 100.000 Personen im Jahr mittlerweile mit jährlich knapp 260.000 Besucherinnen und Besuchern deutlich übertroffen wird. Der Ausbau soll bis Jahresende 2022 abgeschlossen sein.

V.l.n.r.: Professor Dr. Eckart Conze, Professor Philippe Sands, Staatsminister Dr. Markus Söder, Kulturreferentin Professorin Dr. Julia Lehner, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly.
Bild: Bayerische Staatskanzlei, Henning Schacht

Am 23. März 2017 stellte die Stadt Nürnberg die zeitgeschichtlich bedeutsamen Nürnberger Stätten (ehemaliges Reichsparteitagsgelände, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Memorium Nürnberger Prozesse) vor rund 200 Gästen aus Politik und Gesellschaft in der Bayerischen Vertretung in Berlin vor. Neben Oberbürgermeister Dr. Maly diskutierten über Chancen und Herausforderungen einer zukunftsgerichteten Erinnerungskultur am historischen Ort Reichsparteitagsgelände der Bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Dr. Markus Söder, der Historiker Professor Dr. Eckart Conze (Philipps-Universität Marburg) und der Völkerrechtler Professor Philippe Sands (University College London). Moderiert wurde die Runde von NN-Chefredakteur Michael Husarek.

Das Thema „Erinnerungskultur“ spielt ebenfalls bei der Bewerbung der Stadt Nürnberg für die Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2025 eine zentrale Rolle.

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"Geschichte verpflichtet"

"Der Welt aufbewahren"

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