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Nürnberg Kultur
Kulturreferat der Stadt Nürnberg

Kultur-Strategie in Leichter Sprache

Plenum des Zweiten Kulturworkshops, 23.10.2017, Foto: Jutta Missbach (Kulturreferat der Stadt Nürnberg)
Plenum des Zweiten Kulturworkshops, 23.10.2017, Foto: Jutta Missbach (Kulturreferat der Stadt Nürnberg)

Themen und Inhalte

Über die Kulturstrategie der Stadt Nürnberg

Kultur-Strategie in Leichter Sprache

Cultural Strategy at a Glance

Der Abschlussbericht in den Schriften des Kulturreferats

Vernetzungstreffen am 12. Oktober 2018

Europäisches Logo für einfaches Lesen: Inclusion Europe

Worum geht es in diesem Bericht?

Die Kultur-Strategie ist ein Plan für den Kultur-Bereich in Nürnberg.

Die Kultur-Strategie beschreibt Ziele.

Diese Ziele sollen in 12 Jahren, im Jahr 2030, auch noch wichtig sein.

Die Ziele haben alle mit Kultur zu tun.

Oder sie haben mit den Menschen zu tun,

die Kultur in Nürnberg machen.

Die Kultur-Politik soll dafür sorgen, dass die Ziele erreicht werden.

Die Kultur-Politik macht die Regeln und Grundlagen,

die für Kultur wichtig sind.

Jeder soll Kultur-Veranstaltungen besuchen können

oder selbst im Kultur-Bereich arbeiten können.

Die Menschen in der Kultur-Politik kümmern sich darum.

 

Was ist Kultur?

Beispiele für Kultur sind Sprache, Musik, Kunst und Theater.

Essen und Spiele können auch Kultur sein.

Geschichte gehört auch zu Kultur.

Denn Geschichte erzählt, wie Menschen früher gelebt haben.

Kultur macht das Leben in Nürnberg schöner.

 

Jeder kann bei Kultur dabei sein.

Es ist nicht wichtig, ob jemand alt oder jung ist.

Es ist nicht wichtig, wo eine Person geboren ist.

Jeder kann Kultur selbst machen.

Es gibt Berufe im Kultur-Bereich.

Zum Beispiel Schauspieler, Schriftsteller oder Musiker.

Es gibt noch viele andere Berufe im Kultur-Bereich.

Kultur zeigt, was an Nürnberg besonders ist.

Kultur zeigt, wie die Menschen in Nürnberg leben.

 

Warum brauchen wir eine Kultur-Strategie?

Wenn sich eine Stadt als Kultur-Hauptstadt bewerben will,

braucht sie eine Kultur-Strategie, also einen Plan.

Damit zeigt sie, dass Kultur auch in Zukunft wichtig ist.

 

In 12 Jahren wird Nürnberg anders sein als heute.

Die Menschen werden anders leben.

Es wird mehr alte Menschen geben.

Es wird normaler sein,

dass Menschen verschiedene Sprachen sprechen.


Heute sind Computer und Internet schon wichtig.

In 12 Jahren werden sie noch wichtiger sein.

Es wird mehr Menschen geben,

die mit elektronischen Sachen groß geworden sind.

 

Weil das Leben von Menschen in Nürnberg sich verändert

und Nürnberg sich verändert,

verändert sich auch die Kultur.

Deshalb muss die Kultur-Politik sich auch verändern.

Sonst passt die Kultur-Politik nicht mehr mit den Menschen

und mit der Kultur zusammen.


Die Ziele der Kultur-Strategie zeigen,

was sich in der Kultur-Politik verändern muss.

Viele Menschen haben an den Zielen gearbeitet.

Sie waren 7 Monate damit beschäftigt.

Diese Menschen arbeiten selbst im Kultur-Bereich

und in der Kultur-Politik.

 

Was sagt die Kultur-Strategie?

Es gibt 3 große Ziele der Kultur-Strategie.

Diese Ziele heißen Handlungs-Felder.

 

Handlungs-Feld 1:

Grundlagen für eine nachhaltige Kultur-Politik,

Kultur-Entwicklung und Kultur-Förderung schaffen

 

Nachhaltig heißt, dass etwas lange Zeit gut bleibt

und nicht nach kurzer Zeit wieder neu gemacht werden muss.

 

Kultur-Entwicklung heißt, dass neue Ideen entstehen

und dass diese Ideen auch umgesetzt werden –

es wird also neue Kultur gemacht.

 

Kultur-Förderung heißt, dass Menschen Hilfe dabei bekommen,

dass sie Kultur-Angebote machen.

Zum Beispiel bekommen sie Geld.

 

Damit können sie ein Kultur-Angebot machen.

Ein Kultur-Angebot ist zum Beispiel die Blaue Nacht oder das Bardentreffen.

Oder jemand hilft ihnen dabei, einen Ort zu finden,

an dem sie ihr Kultur-Angebot machen können.

Zum Beispiel einen Probe-Raum für ihre Band

oder eine Bühne für ein Theater-Stück.

 

Handlungs-Feld 2:

Diversität und Teilhabe stärken

 

Diversität heißt, dass die Menschen in Nürnberg unterschiedlich sind.

Zum Beispiel gibt es alte und junge Menschen.

Es gibt Menschen mit und ohne Behinderung,

alte und junge Menschen.

Es gibt Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen oder verstehen.

 

Teilhabe heißt, dass alle mitmachen können.

Die Menschen, die Kultur-Angebote machen

oder die Kultur-Angebote besuchen,

sollen auch unterschiedlich sein.

 

Für manche Menschen ist es schwer,

Kultur-Angebote zu besuchen.

Zum Beispiel,

  • weil sie nicht gut hören oder sehen
  • weil sie schlecht oder nicht laufen können
  • weil sie eine andere Sprache sprechen oder
  • weil sie nicht wissen, wo sie Informationen über Veranstaltungen finden.

 

Niemand soll Probleme haben,

wenn er Kultur-Angebote machen oder besuchen will.

Kultur soll unterschiedliche Menschen zusammen bringen.

 

Handlungs-Feld 3:

Nürnberg „neu erzählen“

 

Kultur zeigt, was besonders an Nürnberg ist.

Aber was ist besonders an Nürnberg?

Wie kann man das erzählen?

Nürnberg ist eine alte Stadt.

Deshalb hat das Besondere an Nürnberg viel mit Geschichte zu tun.

Damit, wie die Menschen früher in Nürnberg gelebt haben.

Wie Menschen heute in Nürnberg leben ist aber auch sehr wichtig.

 

Wie wollen wir die Ziele erreichen?

Damit die 3 großen Ziele erreicht werden können,

braucht die Kultur-Politik Aufgaben.

Es gibt jetzt 7 Aufgaben,

die zuerst erledigt werden sollen.

Diese Aufgaben heißen Maßnahmen.

 

1. Maßnahme:

In Nürnberg wurde schon früher viel über Kultur-Politik diskutiert.

Das soll auch in Zukunft so sein.

Deshalb soll es mehr Möglichkeiten geben,

um miteinander zu diskutieren.

 

2. Maßnahme:

Viele Menschen sollen mithelfen,

dass die Maßnahmen gut gemacht werden.

Deshalb soll es eine Person geben, die den Überblick behält.

Sie soll wissen, wer welche Aufgaben macht

und was als nächstes zu tun ist.

Für diese Person soll es eine Stelle

im Kultur-Referat der Stadt geben.

 

3. Maßnahme:

Internet und Computer machen vieles anders.

Zum Beispiel, wie die Menschen sich informieren

und wie sie miteinander sprechen.

Dadurch verändert sich auch im Kultur-Bereich viel.

Deshalb braucht die Stadt eine Digitalisierungs-Strategie.

Die Digitalisierungs-Strategie ist ein Plan,

wie die Stadt sich auf diese neuen Möglichkeiten vorbereitet

und wie die Stadt auf diese Möglichkeiten reagieren soll.

Der Plan soll auch berücksichtigen:

Was brauchen wir dafür?

 

4. Maßnahme:

Viele Menschen, die im Kultur-Bereich arbeiten,

brauchen einen Ort, an dem sie ihre Arbeit machen

oder anderen Menschen zeigen können was sie machen.

Es gibt Orte in Nürnberg, die für eine bestimmte Zeit leer stehen.

Menschen können diese Orte für ihre Arbeit im Kultur-Bereich benutzen.

Das ist momentan aber noch sehr schwierig.

Deshalb soll ein Plan entwickelt werden,

mit dem das leichter wird.

 

5. Maßnahme:

Die Kultur-Förderung hilft Menschen,

die Kultur machen.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten,

eine Förderung zu bekommen.

 

Viele Menschen finden es schwierig,

den Überblick zu behalten

oder einen Antrag dafür auszufüllen.

Manche Menschen wissen nicht,

dass sie eine Förderung bekommen können.

 

Im Kultur-Referat gibt es Menschen,

die zur Kultur-Förderung beraten.

Es soll trotzdem einfacher werden,

sich mit der Förderung auszukennen.

 

6. Maßnahme:

Kultur soll Menschen, die unterschiedlich sind, zusammen bringen.

Niemand soll Probleme haben,

wenn er Kultur machen oder erleben will.

Deshalb soll herausgefunden werden:

Wer kommt zu einer Veranstaltung?

Wer kommt nicht?

Warum kommen manche Menschen nicht zu einer Veranstaltung?

Es gibt schon viele Ideen,

wie die Probleme weniger werden können.

Die Ideen sollen weiter entwickelt

und umgesetzt werden.

 

7. Maßnahme:

Es sollen Erzähl-Ideen für Nürnberg entwickelt werden.

Dabei ist wichtig, sich zu fragen:

Was wollen wir erzählen?

Wie erzählen wir das?

Dabei soll Nürnberg als alte Stadt erzählt werden.

Aber auch Nürnberg als Stadt,

die viel für die Zukunft erreichen will.

 

Die nächsten Schritte

Diese 7 Maßnahmen sind der Anfang von der Umsetzung.

In der Kultur-Strategie stehen noch mehr Ideen und Ziele.

Diese müssen nach und nach geprüft werden.

Dabei sind verschiedene Fragen wichtig.

 

1. Was ist besonders wichtig?

2. Was gibt es in diesem Bereich schon?

3. Was muss verändert werden?

4. Was muss neu gemacht werden?

5. Wer kann sich darum kümmern?

 

So werden nach und nach immer mehr Maßnahmen umgesetzt.

Teilnehmende beim  Ersten Kultur-Workshop vor dem  südpunkt, 25.09.2017
Teilnehmende beim Ersten Kultur-Workshop vor dem südpunkt, 25.09.2017

Danke!

Wir wollen uns bei den Menschen bedanken,

die bei der Kultur-Strategie geholfen haben.

Wir wollen auch in der Zukunft mit ihnen zusammen arbeiten.

Darauf freuen wir uns.

Den Abschluss-Bericht der Kultur-Strategie als barrierefreies PDF herunterladen

 

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