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Nürnberg Kultur
Kulturreferat der Stadt Nürnberg

Zeppelinfeld/-tribüne

Umgang mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

Foto: Stadtarchiv Nürnberg

Über viele Jahre hat die Stadt Nürnberg intensiv den Umgang mit dem historischen Ort Zeppelintribüne und Zeppelinfeld diskutiert, der größten, tatsächlich genutzten NS-Hinterlassenschaft auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände mit jährlich bis zu 300.000 Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt.

Große Bereiche sind derzeit nicht zugänglich, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, wie z. B. die Rückseite der Tribüne. Anhand von Musterflächen konnte die Stadt in einer Kostenermittlung die erforderliche Summe für eine nachhaltige bauliche Sicherung des aktuellen Zustands (keine Restaurierung) und ein zeitgemäßes Vermittlungskonzept auf 85,1 Mio Euro festschreiben.

Dem Leitgedanken "Sichern, Öffnen und Informieren" folgend hat die Stadt zudem ein umfangreiches Vermittlungskonzept vorgelegt. Besucherinnen und Besucher sollen zukünftig alle Bereiche und Gebäudeteile gefahrlos betreten können, darunter auch das seit Jahrzehnten geschlossene Zeppelinfeld, einen Feldturm oder den Mittelbau der Tribüne mit dem sog. „Goldenen Saal“. Auch ein Treppenhaus in der Tribüne wird geöffnet und ermöglicht einen je nach Zeitbudget erweiterbaren neuen Besucherrundgang über die Tribüne und das Feld mit zahlreichen Informationen zur Geschichte des Ortes vor, während und nach der NS-Zeit sowie zu seiner spezifischen Funktion während der Parteitage.

Die Entwicklung der Zeppelintribüne und des Zeppelinfeldes zum begehbaren Exponat mit einem vertieften Bildungsangebot ist eines der Leitprojekte der Bewerbung der Stadt als Kulturhauptstadt Europas 2025.

Nachdem Bund und Freistaat finanzielle Zusagen machen beginnt die Stadt Nürnberg nun schrittweise mit der konkreten Umsetzung der auf mindestens 8 Jahre angelegten Maßnahme. Sie wird von der Stabstelle "Ehemaliges Reichsparteitagsgelände/Zeppelintribüne und Zeppelinfeld" im Kulturreferat in enger Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt der Stadt Nürnberg und dem Dokumentationszentrum gesteuert.

Das Thema "Erinnerungskultur" spielt ebenfalls bei der Bewerbung der Stadt Nürnberg für die Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2025 eine zentrale Rolle.

Weitere Informationen zum Zeppelinfeld/-tribüne

Umgang mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

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